Buch “Kommunale Netzpolitik” erschienen

Es hat etwas länger gedauert als gedacht, aber in diesem Frühjahr ist es erschienen: das Buch “Kommunale Netzpolitik – Die Möglichkeiten des Internet lokal nutzen”, das ich für die kommunalpolitische Bildungsreihe “Crashkurs Kommune” der Rosa-Luxemburg-Stiftung geschrieben habe.

Crashkurs_Kommune_8

Das Buch richtet sich vor allem an kommunale Mandatsträger in Kreis- und Stadtparlamenten und kommunalen Vertretungen. Ich möchte mit dem Buch die Sensibilität für netzpolitische Themen vor Ort wecken. Netzpolitik ist nicht nur ein Thema für den Bundestag oder das EU-Parlament sondern auch für die Kommune, dem Ort, an dem Bürger am häufigsten und unmittelbar mit politischem und Verwaltungshandeln in Kontakt kommen. Projekte wie Open Data, freies WLAN, E-Government oder Kommunikation von Menschen und Verwaltung sind schließlich auch kommunale Projekte.

Tobias Schwarz, selbst Sprecher LAG Netzpolitik der Grünen in Berlin, hat für politik-digital.de eine erfreuliche Rezension zum Buch geschrieben. “Kommunale Netzpolitik” kann beim VSA-Verlag online oder natürlich im Buchladen um die Ecke bestellt werden und kostet 7,50 Euro.

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Die kleine Hexe und diskriminierende Sprache

Zum Jahreswechsel entstand (mal wieder und zurecht) eine neuerliche Debatte um diskriminierende Sprache in alten Kinderbuchklassikern. Diesmal geht es u.a. um “Die kleine Hexe”. Die taz hat dies in einem Bericht Anfang Januar mal schön aufgedröselt.

Wie immer bei solchen Diskussionen finden sich schnell Leute, die meinen, dass Begriffe wie Neger oder Zigeuner zur Entstehungszeit vieler Kinderbücher eben gebräuchlich waren und irgendwie dazugehören. Ein besonders ekliges Beispiel liefert hier der Journalist Burkard Müller-Ullrich in einem Kommentar für das Deutschlandradio. Darin verwendet er auch solche Perlen wie “Sprachpest der Political Correctness”, “Säuberungskampagne” oder “wild gewordene Sprachpolizei”. Dankenswerterweise hat sich der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch diesem Kommentar angenommen und zerlegt ihn samt Autor nach Strich und Faden. Sehr hörenswert!

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Lecker essen in Prag

In meiner Welt ist Tschechien zu allererst mit lecker Bier und lecker Essen verbunden. Und dieser Eindruck bestätigte sich kürzlich wieder bei einem Kurzbesuch in Prag. Neben dem Coyotes Prague (ja genau, ein schlechter und dafür teurer Touristen-Nepp) und dem Sexmaschinen Museum (ebenfalls teuer, aber auch ein bisschen lustig) gibt es dort das Restaurant mit dem schönen Titel “Lokal“, dass ich jedem Besucher schwer ans Herz lege. Wahnsinnig leckeres Essen und üppige Portionen gibts in romantischer Bierhallenatmosphäre zu genießen. Das ganze auch noch zu angenehm günstigen Preisen.  Als kleines Gimmik gibts lustige Wandkunst noch dazu. Also guten Appetit!

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Bierjesus am Wurstkreuz?

Bierjesus am Wurstkreuz?

Wie viele schaffst du?

Wie viele schaffst du?

 

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Netzneutralität als Garant eines freien Internets

Seit einigen Tagen ist das Buch “It’s the internet, stupid!” aus dem VSA-Verlag im Handel erhältlich. In dem Sammelband fassen verschiedene PolitikerInnen einen Ausschnitt der aktuellen netzpolitischen Debatten der Partei DIE LINKE zusammen. Gemeinsam mit meiner Chefin habe ich u.a. einen Überblicksartikel zur Netzneutralität beigesteuert, der unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 3.0 veröffentlicht wurde und der nun hier nachzulesen ist. Der Beitrag ist auch als PDF (ca. 420 KB) zu haben.

Halina Wawzyniak/Sebastian Koch
Netzneutralität als Garant eines freien Internets
[1]

Die Debatte um eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität befasst sich mit einer der drängendsten netzpolitischen Fragen unserer Zeit. Der Ausgang dieser Debatte wird darüber entscheiden, wie wir das Internet in den nächsten Jahrzehnten erleben werden, und welche Art von Internet wir in Zukunft nutzen können. Die deutsche Ausgabe der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia definiert: Netzneutralität »bedeutet, dass Zugangsanbieter (englisch access provider) alle Datenpakete von und an ihre Kunden unverändert und gleichberechtigt übertragen, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben«.

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Einblick in den Mitarbeiteralltag im Bundestag

Da ich mich vollmundig gemeldet habe als die Aufforderungen zum “Iron Blogger Berlin” herumgingen, kommt heute endlich der Beitrag, den ich ohnehin seit einem Jahr mal schreiben wollte.

Vorgeschichte (für Schnellleser: einfach die zwei Absätze überspringen)

Wie wahrscheinlich bekannt ist, bin ich seit gefühlten 10 Jahren Mitglied der Partei DIE LINKE (früher PDS und Linkspartei.PDS). Irgendwann vor vielleicht 5 Jahren habe ich in diesem Zusammenhang Halina Wawzyniak kennen gelernt. Wie und warum ist mir tatsächlich bereits entfallen. Ich bin seit einigen Jahren innerhalb der LINKEN in der Basisorganisation “von dannen” in Friedrichshain-Kreuzberg organisiert. (Basisorganisationen – BO – sind die kleinsten Organisationseinheiten unserer Partei, in denen man sich regelmäßig zum Diskutieren und Bier trinken trifft.) Weiterlesen

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Friedrichshain-Kreuzberg: Chance für LINKE und Piraten

Nach einiger Zeit der Unklarheit im Umgang mit der Besetzung des Bezirksamtes im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg scheint diese nun geklärt zu sein. Unklar war ob das Vorschlagsrecht für ein Mitglied des Bezirksamtes bei der Piratenpartei oder der LINKEN liegt, nachdem die Piraten zwar ein besseres Wahlergebnis vorweisen, aber nicht alle Mandate in der Bezirksverordnetenversammlung wahrnehmen können. DIE LINKE hat aufgrund dessen nun mehr Verordnete als die Piraten.

Die Piratenpartei Friedrichshain-Kreuzberg hat sich heute auf ihrem Blog zu der Frage geäußert und stellt fest, dass nach Aussage des Rechtsamtes des Bezirks das Vorschlagsrecht an DIE LINKE fällt und sie dies akzeptiert:

Nach unserem Treffen gestern mit Herrn Baasen, Bezirkswahlleiter im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, kennen wir nun die Rechtsauffassung des Bezirkswahlamtes (und des Bezirksrechtsamtes). Auf Grund unserer zu kleinen Fraktion fällt das Vorschlagsrecht für den Stadtrat an die LINKE.

(…)

Wir haben uns informiert, wir haben uns beraten lassen, die Sachlage geprüft – und wir haben uns geirrt.

DIE LINKE hat im Gespräch mit der Piratenpartei angekündigt, dass Ergebnis der rechtlichen Klärung abzuwarten und dann zu respektieren. Selbiges haben auch die Piraten erklärt. Wie sollte nun DIE LINKE mit dem Ergebnis umgehen?

Ich denke, dass die Gespräche und Erfahrungen der letzten Tage für alle Beteiligten neu sind und wir diese als Chance begreifen sollten, die Art wie wir Politik machen, zu überprüfen. Ich wünsche mir daher von meiner eigenen Partei DIE LINKE, dass (unabhängig welche/n Kandidat/in sie für das Bezirksamt vorschlagen wird) wir mit den Mitgliedern der Piraten-Fraktion gemeinsam darüber beraten, welchen Beitrag ein von der LINKEN vorgeschlagener Bezirksstadtrat für mehr Transparenz und Beteiligung in der Bezirkspolitik leisten kann. Wir sollten die Herausforderung, die mit dem Wahlerfolg der Piraten entstanden ist, annehmen und damit letztlich auch unseren Politikstil als LINKE fortentwickeln. Offensichtlich wollen viele Wähler auch in unserem Bezirk, dass sich etwas ändert. Lasst uns dieses “etwas” gemeinsam debattieren und im Sinne einer emanzipatorischen Politik verändern.

(Disclaimer: Ich bin Mitglied der LINKEN und arbeite im Büro der LINKEN-Bezirksvorsitzenden von Friedrichshain-Kreuzberg. Dieser Artikel spiegelt allerdings meine persönliche Meinung wider und ist mit keinem Verantwortungsträger der LINKEN abgesprochen.)

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Ich suche eine Wohnung in Friedrichshain-Kreuzberg

Hat sich erledigt. Danke für die Antworten bei twitter und co…

Ja, ich suche wirklich eine Wohnung. Folgende Features sollte das neue Reich mitbringen:

 

  • mindestens 2,5 Zimmer
  • ab 65qm
  • bis 900 € / warm
  • Badewanne
  • Balkon/Terrasse
  • Altbau oder “neuer” Neubau
  • nach Möglichkeit ab 2. OG aufwärts
  • Kreuzberg oder Friedrichshain

 

Wenn jemand von euch was hört, wäre ich über eine kurze Nachricht (mail@sebastiank.info) oder Kommentar hoch erfreut. Zu irgendwas muss dieses Internet ja gut sein.

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Von der Schwierigkeit eines Online-Wahlkampfes

Online-Wahlkämpfe sind eine sehr spannende Sache. Mittlerweile total abgegriffen, aber ja: Obama hat mehr oder weniger gezeigt, wie eine Internet-Wahlkampagne aussehen kann. Das der US-Wahlkampf nicht 1:1 für Deutschland übernommen werden konnte, haben dann 2009 alle deutschen Parteien merken dürfen. Dennoch kann Online-Wahlkampf witzig, spannend, informativ und vor allem partizipativ sein.

Eine dahingehend interessante Kampagnenidee haben sich die am Online-Wahlkampf von Bündnis’90/Die Grünen Berlin beteiligten Agenturen newthinking und nest ausgedacht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können unter dem Motto der “Mitsprachestadt” angeben, wo ihrer Meinung nach die Probleme in der Stadt liegen, die dringend angegangen werden müssen. Weiterlesen

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